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Kirchner Solar Group GmbH plant "Marktplatz der Erneuerbaren Energien" in Lohfelden

Gemeindevertretung verabschiedet den Verkauf der Richterhallen am 24.03.2011


2011-03-24-GVE Kirchner-Solar

Lars Kirchner von der Kirchner Solar Group, Alheim, (r.) freut sich mit Gemeindevertretervorsitzenden Karl Schäffer (M.) und Bürgermeister Michael Reuter (l.) über den Beschluss der Lohfeldener Gemeindevertretung.

 

In ihrer Sitzung am 24. März 2011 beschloss die Lohfeldener Gemeindevertretung den Verkauf des früheren Gewerbegrundstücks in der Langen Straße/Ecke Crumbacher Straße, die ehemaligen „Richter-Hallen“ an die Kirchner Solar Group in Alheim. Geschäftsführer Lars Kirchner war als Gast anwesend.

 

Die Kirchner Solar Group plant, die Richter-Hallen unter Beibehaltung der bestehenden Architektur zu einem „Marktplatz der Erneuerbaren Energien (EE)“ als dauerhaften Treffpunkt für Ideengeber, Hersteller, Integratoren, Nutzer, Anwender, Verkäufer, Ausbilder, Neugierige, Befürworter, Kritiker und Forscher rund um die Erneuerbaren Energien auszubauen.

 

Auch Elektromobilität soll einen wesentlichen Stellenwert im Konzept einnehmen und mit den verschiedenen Arten der EE-Erzeugung verknüpft werden. Neben Fachmessen zum Thema EE, Fachforen, Tagungen und einer Dauerausstellung mit angegliederter Gastronomie sollen mittelfristig auch Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Unter Einbeziehung der „Grünen Mitte“ soll auch ein attraktives Freizeitangebot im EE-Umfeld für Kindergärten, Schulen und interessierte Naherholungssuchende angeboten werden.

 

Verfolgt wird ein ganzheitlicher Ansatz zum Thema EE. Das Wissens- und Innovationspotential soll mit den am Konzept der Umsetzung beteiligten Partnern aus Bildungseinrichtungen und Institutionen, dem Handwerk, der Industrie, der Forschung und Entwicklung, den Kommunen und den Energieversorgern gebündelt und koordiniert an Interessierte vermittelt werden.

 

Auf den Dachflächen soll eine Photovoltaik-Anlage als Bürgerbeteiligungs-Anlage errichtet werden. Jährlich sollen ca. 460.000 KWh Strom erzeugt werden, der vorrangig im Arealnetz der Gemeinde Lohfelden verbraucht werden soll.

 

Auf 6,5 m Breite und 220 m Länge verbleibt die vordere Halle im Besitz der Gemeinde Lohfelden, um die obere Lange Straße städteplanerisch positiv umzugestalten.

 

Richter-Hallen

 

Die ca. 30.000 m2 große Industriehalle war in den 60er und 70er Jahren die Unterkunft für große Firmen, die viele Arbeitsplätze boten. Später gehörte das Gelände der Harald Quandt Grundbesitz AG, die die Hallen zuletzt an die Firma Alstom vermietet hatte. 2002 wurde bekannt, dass die Quandt-Gruppe beabsichtigte, die Halle kleinteilig verkaufen zu wollen. Aus diesem Grund beschloss die Lohfeldener Gemeindevertretung am 14. Dezember 2006, den Komplex zu kaufen, um über die weitere Nutzung bestimmen zu können. Die Vermietung an die Firma Alstom ging an die Gemeinde Lohfelden über. In einem Architekturstudenten-Wettbewerb der Universität Kassel wurden viele interessante Ideen zur weiteren Nutzung vorgestellt. Die Firma AWC erstellte 2008 eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung der Richter-Hallen, die verschiedene Möglichkeiten aufzeigte. Unter anderem kam hier die Idee zur Errichtung eines „Kompetenzzentrums zu Erneuerbaren Energien“ auf. Im Laufe des Jahres 2010 zeigten die Kirchner Solar Group, Alheim, und die ASP GmbH, Kassel, Interesse an den Hallen. In den Interfraktionellen Sitzungen am 28.01.2010 und 29.07.2010 informierte sich die Lohfeldener Gemeindevertretung über beide Konzepte. Am 24. März 2011 entschied sich die Lohfeldener Gemeindevertretung für den Verkauf zum 01.01.2012 an die Kirchner Solar Group.

 

Das Thema „Altlasten“ gliedert sich in drei Bereiche.

 

Die Boden-Luftsanierung obliegt der Gemeinde Lohfelden. Sie wird im Laufe diesen Jahres abgeschlossen sein.

 

Die Gefahr der Belastung des Grundwassers ist beim ehemaligen Eigentümer, der Harald Quandt Grundbesitz KG, verblieben. Für den Fall, dass die Quandtgruppe ihrer Verpflichtung nicht mehr nachkommen kann, geht diese Verantwortung durch einen öffentlich-rechtlichen Vertrag auf das Land Hessen über.

 

Die Beseitigung der Kontaminierung des Bodens mit nicht liquiden Ölen unter der Bodenplatte kommt erst zum Tragen, wenn die Bodenplatte beseitigt wird. Die Sanierung obliegt dem jeweiligen Eigentümer. Dies betrifft die Gemeinde Lohfelden nur noch für den Bereich des Flachanbaus an der Lagen Straße, wenn dort städtebauliche Maßnahmen durchgeführt werden. Da der Flachanbau nur für Lager- und Umkleideräume genutzt wurde, ist die Verschmutzung des Bodens durch nicht liquide Öle eher gering.

 

Kirchner Solar Group GmbH

 

Die Kirchner Solar Group GmbH, im Jahre 1991 als Elektroinstallateur gestartet, gehört zu den deutschen Pionieren in der Solarbranche.

 

Schon 1996 begann Firmengründer Lars Kirchner, Photovoltaik-Module zur Stromerzeugung auf private Hausdächer zu montieren. Dazu kamen einige Jahre später Dachanlagen als Bürgerbeteiligungen sowie 2003 der erste Solarpark mit astronomisch zweiachsig nachgeführten PV-Anlagen.

Heute ist die Kirchner Solar Group GmbH mit über 5.000 realisierten Photovoltaik-Anlagen ein führender Anbieter im Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

Mit rund 15 Jahren Erfahrung in Planung und Installation von Photovoltaik-Anlagen, Solarparks sowie Bürgerbeteiligungen hat sie sich zu einem bekannten Spezialisten für Endkunden und Investoren entwickelt.

 

Aufgrund des ganzheitlichen Konzeptes werden die Kunden der Kirchner Solar Group GmbH von der Planung über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme aus einer Hand betreut.

 

Durch ein ausgereiftes Servicekonzept ist eine lange, störungsfreie Produktion von Solarstrom und somit ein sicherer und dauerhafter Ertrag gewährleistet. Mittlerweile hat das Unternehmen ca. 200 Mitarbeiter und einen Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich.