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Senioreneinkaufsbus

Senioren-Einkaufsbus

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Jeden Donnerstag sorgt ein kleines Team Ehrenamtlicher dafür, dass ältere Menschen selbstständig einkaufen und gleichzeitig soziale Kontakte pflegen können. Einer dieser Fahrer ist Jörg Seeger (65). Im Interview berichtet er von seinem regelmäßigen Einsatz.

Redaktion: „Wie sind Sie zu diesem Ehrenamt gekommen?“

Seeger: „Vor fast sechs Jahren habe ich über mein Mitwirken beim DRK erfahren, dass Fahrer für den Einkaufsbus gesucht werden. Ich bin einmal zur Probe mitgefahren – und das hat mir so gut gefallen, dass ich seitdem ehrenamtlich dabei bin."

Redaktion: „Was motiviert Sie bis heute, sich als Fahrer zu engagieren?"

Seeger: „Seit ich in Rente bin, habe ich mehr Zeit. Die möchte ich nutzen, um anderen Menschen etwas zurückzugeben. Besonders die kleinen Gesten und die spürbare Dankbarkeit der Seniorinnen zeigen mir immer wieder, wie wertvoll dieser Einsatz ist. Das fühlt sich gut an. Unsere älteste Mitfahrerin ist 99 Jahre alt. Ich hoffe, dass auch mir in diesem Alter Menschen helfen würden, wenn ich Unterstützung brauche.“

Redaktion: „Wie läuft ein typischer Donnerstag für Sie als Fahrer ab?“

Seeger: „Wir organisieren den Bus vom DRK, fahren unsere Route und holen die Fahrgäste zu Hause ab. Auf Wunsch helfen wir beim Einsteigen, verstauen Rollatoren oder Einkaufstrolleys und bringen die Seniorinnen zu den gewünschten Supermärkten. Während die ersten einkaufen, holen wir bereits die nächsten Fahrgäste ab. Nach rund vier Stunden sind auch wir als Fahrer wieder sicher zu Hause.“

Redaktion: „Was schätzen die Fahrgäste Ihrer Erfahrung nach besonders an diesem Angebot?"

Seeger: „Der Service allgemein wird sehr geschätzt, denn viele könnten den Weg zum Einkaufsmarkt oder auch mal zur Apotheke alleine nicht bewältigen. Aber auch die zwischenmenschlichen Faktoren, wie das wöchentliche Wiedersehen untereinander und die Zeit zum Schnuddeln sind sehr wichtig. Viele Seniorinnen bauen auch mit den einzelnen Fahrern ein Vertrauensverhältnis auf, sind dankbar, sich mal austauschen zu können.“

Redaktion: „Gibt es eine Geschichte mit einem Fahrgast, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?"

Seeger: „Die Damen sind mitunter sehr gesellig, so dass die Fahrten immer Freude bereiten. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Seniorin, die an ihrer Abholstelle plötzlich auf einem Klappstuhl saß. Sie erzählte mir, dass die Nachbarn ihr den Stuhl donnerstags nun immer hinstellen, damit ihr das Warten leichter fällt. Das fand ich eine wirklich schöne Geste.“

Redaktion: „Gibt es besondere Herausforderungen oder Situationen, die Sie meistern müssen?“

Seeger: „Ein geregelter Ablauf ist wichtig, damit sich alle aufeinander verlassen können. Manchmal steht jemand zur vereinbarten Zeit noch nicht bereit. Dann klingele ich lieber, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Bisher war es zum Glück immer nur eine vergessene Uhrzeit oder ein kurzer Zwischenstopp im Bad. Baustellen oder Unfälle erfordern dagegen manchmal etwas Flexibilität.“

Redaktion: „Wie wichtig ist der soziale Kontakt für die Fahrgäste?“ 

Seeger: „Der soziale Kontakt ist enorm wichtig. Zurzeit fahren ausschließlich Frauen mit. Viele kennen sich inzwischen auch privat, tauschen sich regelmäßig aus und sind eng miteinander verbunden.“

Redaktion: „Würden Sie anderen empfehlen, sich ebenfalls ehrenamtlich als Fahrer zu engagieren?“

Seeger: „Ja, unbedingt. Wir erfahren viel Wertschätzung – nicht nur von den Mitfahrerinnen, sondern auch von der Gemeinde. Natürlich machen wir das ehrenamtlich. Trotzdem freuen wir uns über kleine Aufmerksamkeiten wie eine Tafel Schokolade. Solche Gesten zeigen große Dankbarkeit und sorgen dafür, dass wir den Tag mit einem guten Gefühl beenden.“

Redaktion: „Wenn Sie den Senioren-Einkaufsbus in drei Worten beschreiben müssten – welche wären das?“

Seeger: „Wertvoll - zuverlässig - herzlich“

Redaktion: „Vielen Dank, Herr Seeger. Ihnen und allen Fahrern weiterhin allzeit gute Fahrt.“

Kontakt

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Infos zum Serviceangebot

Wann fährt der Senioren-Einkaufsbus?
In der Regel donnerstags ab 9.00 Uhr.

Wer kann das Angebot nutzen?
Nicht mobile Lohfeldener Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren.

Wie meldet man sich an?
Die Seniorenbeauftragte Melanie Ronshausen hilft gern weiter unter Fon (05 61) 51102-2028 oder per Mail an senioren@lohfelden.de.

Werden noch ehrenamtliche Fahrer oder Fahrerinnen gesucht?
 Ja, es werden wieder Ehrenamtliche gesucht. Bei Interesse auch hier bei der Seniorenbeauftragten melden.

Allgemeine Hinweise

Die Fahrer sind ehrenamtlich tätige Lohfeldener Bürger. Das Fahrzeug wird dem Seniorenbeirat mit freundlicher Unterstützung des DRK Ortsvereins Lohfelden-Söhre zur Verfügung gestellt.

Die Inanspruchnahme des Fahrdienstes geschieht auf eigene Gefahr. Der interne Fahrplan enthält keinen Rechtsanspruch auf Einhaltung eventueller Fahrzeiten. Zeitverzögerungen können auftreten. Alle Mitfahrenden werden mit ihren Einkäufen von den Fahrern bis nach Hause begleitet.