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Die Kirchen in Lohfelden

Die Crumbacher Kirche

Kirchweg 1
34253 Lohfelden
Kirche Crumbach 01 (Rainer Sander).JPG

Die Crumbacher Kirche in ihrer jetzigen Form wurde 1770 erbaut. Diese schöne kleine Kirche mit gotischer Sockelschräge des Chorraumabschlusses und kleinen gotischen Fenstern mit Maßwerk war maßgleich der Kapelle in Ochshausen. Der Wohnturm wurde heruntergenommen und ein kleines Fachwerkhaus aufgesetzt. Vermutlich im 17. Jh. erfolgte ein einfacher, baulicher Anschluss der Kirche an den Turm. Der Turm ist wesentlich älter und stammt vermutlich von einer alten Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf das Umland.

Nach dem Siebenjährigen Krieg im 18. Jahrhundert war die Kirche baufällig. In den Jahren 1770 und 1971 erfolgte der Umbau in die heutige Form: Verbreiterung des Kirchenschiffes und fester Anschluss an den Turm, höhere Wandungen, Öffnung des Turmes unten und Verlegung des Zugangs zur Kirche von der Seitenwand durch den unteren Turmraum. Innerhalb des durch die niedere Mauer eingefriedeten Kirchengeländes lagen früher Gebäude des Pfarrgehöftes, das Wohnhaus des Pfarrers, Stallungen, Scheuer und Gemüsegärten. Ein alter Weinstock erinnert noch daran. Mit dem Gehöft wurden Teile der Mauern herausgenommen. Die am Kirchberg liegenden Maulbeerbäume, sind Naturdenkmale.

Ein neues Gemeindezentrum und ein Pfarrhaus gestalten heute die Anlage mit den überkommenen Teilen der alten wehrhaften Crumbacher Pfarrkirche. 

Kirche Ochshausen

Hinter der Kirche
34253 Lohfelden
Kirche Ochshausen (Rainer Sander).JPG

Diese hübsche kleine Kirche ist eine Fachwerkkirche mit 120 Sitzplätzen, einem spätgotischen Kirchenschiff, einem Taufstein aus romanischer Bauepoche sowie farbigen Glasfenstern von hohem künstlerischem Wert. Erbaut wurde sie auf dem Anstieg zum Lindenberg und ist von weitem zu sehen. Die farbigen Glasfenster von Heinz Kreutz wurden von der Lohfeldener Familie von Heusinger gestiftet und 1964 sowie 1978 in die Kirche eingebracht. Heinz Kreutz bezog sich bei der Gestaltung auf Albrecht Dürer. Wenn in dieser kleinen, einfachen Kirche das Licht durch die Glasflächen bricht, spürt der Besucher, wie die Fenster einen weiten Bogen über vergangene Zeit spannen, denn das spätgotische Kirchenschiff der kleinen Fachwerkkirche ruht auf mittelalterlichen Fundamenten.

Die erste romanische Kapelle wurde etwa im 11. Jahrhundert in Ost –Westausrichtung erbaut. An Nord- und Südseite lassen Versatzkanten und eine vermauerte Tür die Größe der kleinen Kapelle erkennen. Die Lage einer früheren Stufe im Innenraum zeigte den Eintritt in einen kleinen Chorraumanbau an der Ostseite. Eine nahezu mannshohe Mauer friedet den Kirchhof ein. 

Nach dem Sternerkrieg im 14. Jahrhundert versuchte der Erzbischof von Mainz 1402 vergeblich, die Festung Kassel stürmen. Aus Zorn über das Scheitern ließ er um Kassel zwölf Dörfer anzünden, darunter auch Ochshausen. Der Wiederaufbau der Kapelle als kleiner gotischer Saalbau erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. 1571 wird die Kapelle erstmals genannt. Der heute in der Kirche stehende romanische Taufstein ist aus der alten Kapelle übernommen. Es ist im nordhessischen Raum der einzige noch erhaltene Stein seiner Art. 

Landgraf Moritz ließ ab 1605 alle Bildtafeln, Taufsteine, Statuen zuerst zerstören und dann aus den Kirchen herausnehmen. Auch an dem Ochshäuser Stein wurden die Gesichter der Maskenköpfe abgeschlagen. Die Ochshäuser nahmen den Stein aus der Kapelle und verscharrten ihn am Kirchweg nach Crumbach. Etwa 300 Jahre danach, um 1910, wurde er bei Bauarbeiten gefunden und 1949 in die Kirche eingebracht. Beachtenswert am Stein sind die Form sowie die immer wieder auftretende Zahl 8. Sie findet sich in der Anzahl der Andreaskreuze, der Masken und der Tore wieder. Die 8 steht als magische Zahl und als Symbol für die Ewigkeit. 

Kontakt

Pfarramt Lohfelden I

Pfarrerin Andrea Fugmann-Szugfill
Crumbacher Straße 42
34253 Lohfelden

Pfarramt Lohfelden II

Pfarrer Klaus-Dieter Inerle
Quellenweg 52
34253 Lohfelden

Gemeindebüro

Küsterin Crumbach

weitere Informationen

Kirche Vollmarshausen
Vollmarshäuser Straße 4
34253 Lohfelden
Kirche Vollmarshausen (Rainer Sander).JPG

Die Kirche im Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen wurde in den Jahren 1838/39 an Stelle der baufällig gewordenen Michaeliskirche im klassizistischen Stil errichtet. Ihr Turm jedoch wurde im toskanischen Stil erbaut. Dort hängen drei Glocken mit den Tönen "f", "h" und "as" mit einem Gesamtgewicht von 32 Zentnern. Kirche fasst 450 Personen. Die 17-Register-Orgel hat 1200 Orgelpfeifen, deren größte 2,40 Meter lang ist und einen Durchmessen von 13 Zentimetern hat. 

Die Kirche ist eine flach gedeckte Saalanlage in klassizistischen Formen. Das Langhaus bildet ein Rechteck, in dessen westliche Schmalseite der Turm hineingreift. Die gegenüberliegende östliche Seite besitzt drei, die nördliche Längsseite fünf große Rundbogenfenster, von denen das Mittlere zugemauert ist. In der Mitte der südlichen Kirchenfront befindet sich die Eingangstür. Sie wird von einer hohen, halbkreisförmigen Blendarkade umrahmt. Auf der rechten und linken Seite daneben befinden sich jeweils zwei Fensterpaare der üblichen Form.

Durch die schlichte Innenausstattung, die Art der Gestaltung des Altars und der Aufstellung der Kirchenbänke entstand eine typische, protestantische Predigerkirche, ganz im Sinne der drei Verbesserungsvorschläge, des damaligen Landgrafen Moritz.

Die Vorgängerkirche war im Salbuch, ähnlich dem heutigen Grundbuch, des Stifts Kaufungen von 1519 verzeichnet und war somit dem Kloster Kaufungen als Pfarrkirche untergeordnet. Geweiht war sie dem heiligen Sankt Michael. Von dieser alten Kirche ist eine Handskizze des Grundrisses überliefert, die neben anderen Skizzen dem Amtszimmermeister Ewald als Grundlage für seinen Kostenvoranschlag diente. Dieser war nötig für die politische Gemeinde, um den Abriss der baufälligen Kirche und den Neubau der heutigen Kirche beschließen zu können. Im Dezember 1838 wurde die neue Kirche eingeweiht. Ergänzungen am Bau zogen sich bis zum Jahre 1849 hin. 

Kontakt

Evangelisches Pfarramt Vollmarshausen

Pfarrerin Kerstin Grenzebach
Am Buchenberg 5
34253 Lohfelden
Katholische Kirche St. Johannes Bosco
Lange Straße 39
34253 Lohfelden
Kirche St. Johannes Bosco (Rainer Sander).JPG


Die Anlage der Kirche St. Johannes Bosco mit dem Pfarrhaus und dem Gemeindezentrum befindet sich im Mittelpunkt der Gemeinde Lohfelden. Die Kirche wurde 1977/78 erbaut und fasst 400 Sitzplätze. Das Pfarrzentrum wurde drei Jahre früher im Jahr 1974/75 gebaut. 1976 errichtete man das Pfarrhaus und 12 Jahre später folgte der neue Kirchturm mit fünf Glocken und einer elektrischen Schleiforgel von Lothar Simon in der Kirche. 

Die Kirche sowie Pfarr- und Gemeindehaus sind reine Mauerwerksbauten mit Strebepfeilern, gestaltet von Kirchenarchitekt Josef Bieling aus Kassel. Die Dachkonstruktion der Kirche ist in Form einer Krone ausgebildet. Sie soll die Dornenkrone Christi symbolisieren. Innen finden wir einen Fußboden mit Marmor aus Carrara, eingefasst mit dem Natursteinen Dolomit aus Anröchte. Ebenso wurde aus diesem Material auch der Altar, der Tabernakel und der Ambo gestaltet. Die Betonreliefs hinter dem Altar veranschaulichen Szenen aus dem Leben von Don Bosco.

Die farbigen Kirchenfenster, gestaltet von Hildegard Bienen aus Mariental bei Wesel, versuchte der damalige langjährige Pater Rentmeister zu deuten, indem er auf die Offenbarung des Johannes verweist: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen“. Die Fenster sind bewusst in einem breiten Lichtband sehr hoch angeordnet, um auch die erforderliche optische Ruhe und Stille im Raum zu erreichen. 

Die Bronzebildwerke in der Kirche, ebenfalls von der Künstlerin Hildegard Bienen gestaltet, zeigen das Altarkreuz, die vierzehn Kreuzwegstationen vom Leiden und Sterben sowie in der fünfzehnten Station die Verherrlichung Jesu Christi. Diese Bronzeplastiken helfen, das Bild des Umfeldes im Alltag zu überdecken, um Raum zu geben für Gedanken und Glauben in der christlichen Religion. Die starke Ausstrahlung dieser Kunstwerke wirkt auf den Betrachter, der hier in tiefer Religiosität und Frömmigkeit betend verharren will.

Kontakt

Katholische Gemeinde St. Antonius von Padua, Kassel

Pfarrer Piotr Polkowski
Ochshäuserstraße 40
34123 Kassel
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