Historischer Dorfspaziergang in Vollmarshausen

Auf den Spuren längst vergessener Plätze

Brauhaus, Backhaus, Schusterwerkstatt

Dagmar Langer von der Geschichtswerkstatt und Udo Ewald vom Dorffestausschuss Vollmarshausen begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des historischen Ortssparziergangs durch Vollmarshausen im Rahmen der 1000-Jahr-Feier Vollmarshausen. Schon beim Start in der Erlenstraße erfuhren die Zuhörer, dass es diesen Ort schon vor fast 400 Jahren gab und als Pflanzenörtern, also als Gemüsegarten vorhanden war. Günter Kruse berichtete anschaulich von einem Schwimmbad, das im Fahrenbach angelegt wurde.

Ausgestattet mit einem Flyer ging es weiter zur Untermühle. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die ursprüngliche Ölmühle mit dem Aquädukt, der das Wasser auf das oberschlächtige Mühlrad führte, kann man heute bestaunen.

Auf dem Weg durch 1000 Jahre Geschichte bekamen die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer großformatige Fotografien zu sehen. Diese sollten anschaulich aufzeigen, wie Vollmarshausen früher einmal aussah.
Es ging unter anderem am ehemaligen Mühlgraben entlang vorbei an dem ersten Edeka-Markt, heute Sammelstelle des Roten Kreuzes für Kleidung.

Weiter ging es zu dem längst verschwundenen Bauernhof Wahl, Dippels Born (Brunnen) und einer Sattlerei. Horst Fehr stellte hier das Werkzeug eines Sattlers und zwei unterschiedlich aufwendig gearbeitete Trensen für Pferde vor. Daran konnte man gut erkennen, wie anspruchsvoll diese Arbeit in der damaligen Zeit war.
Bei der heutigen VHS und ehemaliger Volksschule, erfuhren die Besucher, dass man Zimmermeister auch früher schon mit zwei m geschrieben hat. Ein Apostroph sieht man heute noch eingeritzt über dem kleinem m. Es ist einfach nur vergessen worden, bei der Restaurierung des Gebäudes mit der Schriftfarbe nachzufahren.

Natürlich wurde auch der Ort des ehemaligen Badhauses, der etwa auf der heutigen Kreuzung Crumbacher Straße und Kasseler Straße ist, begangen. Spannend wurde es noch einmal, als es um einen Dieb bei der Kreissparkasse ging.

Nach vielen weiteren Berichten über die alte Handwerkskunst oder auch über das Leben der Bauern endete der historische Spaziergang bei der alten Schmiede Ewald.
Wieder einmal war es ein interessanter Nachmittag, bei dem man über früher ins Gespräch kam, Geschichten von uralten Zeiten erzählte oder Neues über die alte Zeit erfuhr.
Vollmarshausen hat über die vergangenen 1000 Jahre eine Menge zu berichten, so dass es auch dieses Mal nicht möglich war, über alles zu sprechen. Es bleibt spannend zu erfahren, was es über Vollmarshausen noch zu berichten gibt. Die Geschichtswerkstatt freut sich über jeden, der mitmacht.

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