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Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026
Pflanzung am 27.04.2026
Bürgermeister Uwe Jäger begrüßte die Anwesenden herzlich und betonte in seiner Ansprache die Bedeutung solcher Aktionen für das Klimabewusstsein in der Gemeinde. In seinen Dankesworten würdigte er insbesondere das fortwährende Engagement der Aktiven in der Lokalen Agenda Umwelt und Naturschutz.
Die Zitterpappel
Baumexperte Walther Meiß stellte den diesjährigen Baum des Jahres, die Zitterpappel, fachkun-dig vor. In seinem Vortrag erläuterte er die Herkunft, botanischen Besonderheiten sowie die ökologische und forstwirtschaftliche Bedeutung der Baumart.
Die Zitterpappel gehört zu den Weidengewächsen und ist in ganz Europa heimisch. Sie besiedelt offene Flächen, trägt zur Regeneration von Wäldern bei und bietet zahlreichen Tieren Lebens-raum. Über 60 Schmetterlingsarten, darunter der Große Schillerfalter, nutzen sie als Futter-pflanze, und viele Vogelarten profitieren von ihrem reichen Insektenangebot. Damit rücke 2026 eine Baumart in den Fokus, die sinnbildlich für Widerstandskraft, Artenvielfalt und Erneuerung steht.
Fundierte Expertise
Als mittelgroßer, sommergrüner Laubbaum erreicht sie je nach Standort eine Höhe von 20 bis 30 Metern. Charakteristisch sind ihre breit verzweigte Krone und ihre beweglichen, annähernd kreisrunden, gezähnten Blätter, die aufgrund ihrer sehr langen, seitlich abgeflachten Blattstiele bei jeder Luftbewegung unverkennbar „zittern“. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich von die-sem Blatt-Zittern ab – „Populus“ für Pappel, „tremula“ für zitternd.
Walter Meiß erklärte, dass die Zitterpappel zweihäusig ist. Das bedeutet, dass es männliche und weibliche Bäume gibt. Welches Geschlecht unser Lohfeldener Baum des Jahres hat, wird erst in Kürze sichtbar. Männliche Bäume bilden im Frühjahr graubraune, 5-10 cm lange Blütenkätzchen, während weibliche Bäume grünliche, schlankere Kätzchen tragen.
Die schnellwüchsige Pionierbaumart bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze mit gut durchlässigen, frischen Böden. Sie erweist sich als sehr widerstandsfähig und kann sich gut in unterschiedlichen Landschaften behaupten.
Baumpatenschaften
Holger Döring, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt und Naturschutz, bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Interesse und verwies darauf, dass noch Baumpatenschaften für verschiedene Anpflanzungen verfügbar sind. Die Zitterpappel hingegen erfreut sich bereits eines Paten. Dominik Haferburg signalisierte bei Anfrage sofort die Bereitschaft zur Übernahme der Baumpatenschaft und bedankte sich bei Holger Döring für die überreichte Urkunde.
Standort
Die Mitglieder des Arbeitskreises achten bei der Auswahl der Standorte nicht nur auf ein geeignetes Umfeld, sondern platzieren die Bäume stets an Wanderwegen, um sie in ihrer Fülle für alle erlebbar zu machen.
Wer sich selbst ein Bild des pflanzlichen Hauptdarstellers machen möchte, findet die Zitterpappel am Waldauer Weg, Höhe des Freibads. Wie in der Gemeinde Lohfelden üblich, ist sie aufgrund des dazugehörigen großen Findlings mit eingemeißeltem und farbigem Namenszug gut erkennbar.
