Aufnahme einer attraktiven jungen Krankenschwester, die mit ihrem älteren Patienten in dessen Küche zu Hause zusammensitzt.

Katastrophen-Vorsorge

Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Grundsätzlich ist es in der heutigen Zeit in allen Lebensbereichen förderlich, sich proaktiv zu informieren und mitunter auf besondere Ereignisse bestmöglich vorzubereiten.

Nachfolgend möchten wir Ihnen Handlungsempfehlungen in möglichen Krisenzeiten hinsichtlich einer zielführenden Vorbereitung zusammengefasst darstellen, damit Sie wissen, was Sie im Notfall bestmöglich unterstützt.

Vorrat für möglichst 10 Tage anlegen

  • Wasser (20 Liter (ca. 1,5-2 l./Tag), inkl. Wasser zum Kochen)
  • Haltbare Lebensmittel (z.B. Konserven (Gemüse, Fisch, Fleisch), Reis, Nudeln, Haferflocken, Knäckebrot, Nüsse, Trockenobst, Trockenwurst, Honig, Marmelade, Zucker, Salz, Kaffee, Tee, Milch, Speiseöl, Margarine, Fett/Öl).
  • Ggf. Vorräte für Kleinkinder und/oder Tierfutter
  • Hygieneartikel, Taschenlampe, Batterien/ Powerbank
  • Medikamente und Wunderversorgung (Haltbarkeit und Lagerung beachten)
  • Wichtige Utensilien (Dosenöffner, Gaskocher zum Erwärmen von Speisen ohne Strom, Kerzen, Feuerzeug)
  • Schreibutensilien
  • Bargeld


Denken Sie daran, den Vorrat regelmäßig zu überprüfen und ältere Produkte aufzubrauchen und zu ersetzen.

Notfallausrüstung Wasser Lebensmittel Erste-Hilfe-Kasten Werkzeuge


Notgepäck griffbereit aufbewahren

Ein griffbereites Notgepäck kann Ihnen im Notfall fürs Erste weiterhelfen. An Schlüssel, Mobiltelefon und Geldbörse denkt man meist automatisch. Weiterhelfen kann im griffbereiten Notgepäck:

  • Warme Kleidung/ Wechselkleidung, idealerweise festes Schuhwerk
  • Wichtige Dokumente
  • Aufgeladene Powerbank
  • Erste-Hilfe-Material
  • Persönliche Medikamente & Hygieneartikel
  • Haltbare Lebensmittel/ wiederbefüllbare Trinkflasche
  • Bargeld
  • Handschriftliche Liste mit Notfallkontakten
  • Wichtige Dokumente (Ausweise aller Art, Geburtsurkunde, Kaufverträge, Vollmachten, Nachweise etc./ mindestens in Kopie)
  • Ggf. weitere Hilfsmittel (ggf. Brille, Hörgerät, Mobilitätshilfen)


Denken Sie daran, Vorräte bzw. Materialien regelmäßig zu überprüfen und ältere Produkte aufzubrauchen und zu ersetzen.


Warnungen erhalten und verstehen

Die zuständigen Behörden warnen auf verschiedenen Kanälen vor Gefahren und geben Handlungsempfehlungen. Die meisten Informationen erhalten Sie über Warn-Apps und Radio. In besonderen Gefahrenlagen wird zusätzlich über Sirenen und Handys gewarnt.


Das können Sie jetzt schon tun:

  • Laden Sie eine Warn-App herunter, zum Beispiel die Warn-App NINA. So erhalten Sie auf direktem Weg wichtige Informationen (Achtung Systemausfall: Bei einem Stromausfall oder einem Ausfall des Mobilfunknetzes funktionieren viele Warnkanäle nicht).
  • Geben Sie amtliche Warnungen weiter – an Nachbarschaft, Freundeskreis und Familie. Vielleicht haben nicht alle die Information erhalten.
  • Bleiben Sie erreichbar, wenn Sie von einer Krise betroffen sind. Halten Sie zum Beispiel Ihr Handy auch nachts empfangsbereit.
  • Nehmen Sie amtliche Warnungen ernst – Warnungen enthalten wichtige Informationen, um sich selbst und andere zu schützen.


Geeignete Schutzräume im Bedarfsfall

Es gibt Situationen, in denen es entscheidend ist zu wissen, wo man sich am besten in Sicherheit bringen kann. Ob Naturereignisse, Atom- und Chemieunfälle oder im schlimmsten Fall ein kriegerischer Angriff – je nach Situation kann es sehr unterschiedlich sein, ob ein Ort sicher oder eher gefährlich ist.

Obere Stockwerke
Wenn im Freien Gase oder Dämpfe austreten, gehen Sie in ein Gebäude (möglichst in obere Stockwerke) und schließen Sie Fenster und Türen. Die meisten Gase sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden. Dichten Sie Fenster und Türen ab und schalten Sie Lüftungen aus.

Außenbereich
Wenn im Gebäude Gase, Dämpfe oder gefährliche Flüssigkeiten ausgetreten sind, verlassen Sie das Gebäude.

Unterirdische Räume
Wenn radioaktive Stoffe austreten oder bei Explosionen gilt: so tief wie möglich, weg von Fenstern und Glasflächen. In innenliegenden Räumen oder am besten in Kellern, Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen Schutz suchen. Dicke Mauern und Erde erhöhen den Schutz vor Strahlung, Druckwellen und herumfliegenden Trümmern.

Höher gelegene Bereiche oder Stockwerke
Bei Hochwasser, Starkregen, Sturz- oder Sturmfluten bieten höher gelegene Bereiche oder Stockwerke den besten Schutz. Betreten Sie auf keinen Fall den Keller. Wenn der Keller geflutet wird, können Sie die Tür nicht mehr von innen öffnen. Zudem besteht Gefahr, dass Sie einen tödlichen Stromschlag erleiden. Meiden Sie Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen und Unterführungen.

Auto
Wenn im Freien Gase und Dämpfe austreten und kein Gebäude in Reichweite ist, können Sie in Ihrem Auto Schutz finden. Stellen Sie Belüftung und Klimaanlage ab.


Weitere Informationen

Entnehmen Sie bitte weitere Vorsorgeempfehlungen und Tipps für den Bedarfsfall sowie eine Checkliste dem auf dieser Seite verlinkten Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Wir wünschen uns, dass diese Informationen niemals Gebrauch finden müssen. 

Ratgeber

Bitte bleiben Sie informiert. Weitere Informationen hier: