Bürgerversammlung informiert über aktuelle Themen in Lohfelden

Interesse an Entwicklung Lohfeldens

Stromversorgung und geplante Umspannwerke
Hinsichtlich der künftigen Stromversorgung erläuterten Experten die Planungen für neue Umspannwerke in Lohfelden. Dabei ging es u.a. um den steigenden Strombedarf, die Bedeutung einer leistungsfähigen Stromversorgung und die möglichen Folgen eines Stromausfalls.

Christoph Mühling von der EAM stellte neben dem avisierten Zeitplan auch den vorgesehenen Standort des Umspannwerks sowie dessen technische Ausstattung vor. Der geplante Standort befindet sich schräg gegenüber dem Feuerwehrhaus unterhalb der bestehenden 110-kV-Stromleitung, weshalb die Anlage nicht in geschlossener Bauweise errichtet werden kann. Während einige Teilnehmenden die Standortwahl und die offene Bauweise kritisch bewerteten, wurde von anderer Seite die Notwendigkeit der Investition im Zusammenhang mit der Energiewende betont.

Im Anschluss stellten Boris Katzenmeyer und Sascha Wenzel die Planungen der Städtischen Werke für zwei weitere Standorte in Lohfelden vor. Ein Standort ist unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Kaufungen an der Eschweger Straße vorgesehen, der zweite soll im Ortsteil Crumbach an der Bergshäuser Straße in Richtung Fuldabrück, gegenüber dem Autobahnrasthof, entstehen. Diese beiden Anlagen sollen in geschlossener Bauweise errichtet und entsprechend eingehaust werden.

Finanzielle Situation der Gemeinde Lohfelden
Die finanzielle Situation der Gemeinde erläuterte Thorsten Bürgel, Leiter der Finanzverwaltung. Nach aktuellen Erkenntnissen übersteigen die Ausgaben die Einnahmen dauerhaft. Im Durchschnitt fehlen der Gemeinde rund 2,2 Millionen Euro jährlich, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Die derzeit vorhandenen bilanziellen Rücklagen von rund 12 Millionen Euro werden dadurch sukzessive aufgebraucht.

Verwaltung und kommunalpolitische Gremien arbeiten gemeinsam an Möglichkeiten zur Konsolidierung des Gemeindehaushalts. Leitgedanke ist: Zunächst soll bei der Gemeinde selbst gespart werden, anschließend sollen Gebühren fair angepasst werden. Steuererhöhungen sollen das letzte Mittel sein.

Als Fazit wurde festgehalten: Lohfelden steht grundsätzlich auf einem soliden finanziellen Fundament. Der jährliche Fehlbetrag ist jedoch real und stellt ein strukturelles Problem dar. Deshalb muss nun besonnen, vorausschauend und gemeinsam gehandelt werden.

Forstbachweg in Kürze wieder befahrbar
Im Rahmen der schriftlichen Bürgeranfragen wurden verschiedene Themen aus den Bereichen Umwelt, Verkehr, Infrastruktur und Versorgung angesprochen. Bürgermeister Uwe Jäger beantwortete u.a. Fragen zu Maßnahmen der Gemeinde im Bereich des Tier- und Naturschutzes, Verschmutzungen im öffentlichen Raum, besserer Auffindbarkeit des Korallenwegs, Glasfaserausbau und Hochwasserschutz. Zudem erläuterte er, dass es Ziel ist, die ärztliche Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Auch der Straßenbau wurde thematisiert. Als gute Nachricht konnte verkündet werden, dass der Forstbachweg in Kürze wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Dadurch soll sich die Verkehrssituation spürbar entspannen.

Interesse an Entwicklung Lohfeldens
Die Bürgerversammlung hat erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und kommunalen Gremien ist. Die Diskussionsbeiträge machten deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger großes Interesse an der weiteren Entwicklung Lohfeldens haben und sich aktiv mit den aktuellen Herausforderungen ihrer Gemeinde auseinandersetzen.

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