Flaggentag der „Mayors for Peace“ – Gemeinde Lohfelden zeigt Flagge für Frieden und nukleare Abrüstung

Einsatz von Atomwaffen verstößt gegen das Völkerrecht 

Der Flaggentag erinnert in diesem Jahr zugleich an ein bedeutendes Ereignis des Völkerrechts: Vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, stellte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Darüber hinaus bekräftigte das Gericht die Verpflichtung aller Staaten, ernsthaft über eine vollständige nukleare Abrüstung zu verhandeln.

Die Aktualität dieser Forderung ist ungebrochen. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügen die neun Atommächte weiterhin über rund 12.000 Atomsprengköpfe. Gleichzeitig warnen Friedensforscherinnen und Friedensforscher vor einer neuen Phase des atomaren Wettrüstens und einer zunehmenden Bedeutung von Atomwaffen in der internationalen Sicherheitspolitik.

Mit dem Hissen der Flagge erinnert die Gemeinde Lohfelden zugleich an das Vermächtnis der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, der sogenannten Hibakusha. Ihr Appell, dass niemand jemals wieder ein solches Leid erfahren soll, bleibt aktueller denn je.

Die Gemeinde Lohfelden bekräftigt ihr klares Bekenntnis zu Frieden, Völkerverständigung und nuklearer Abrüstung und setzt gemeinsam mit den Mitgliedsstädten der „Mayors for Peace“ ein deutliches Zeichen gegen ein neues atomares Wettrüsten.