Empfehlungsleitfaden für ältere Menschen bei hohen Temperaturen

Bitte achten Sie gut auf sich!

1. Ausreichend trinken

  • Regelmäßig trinken, nicht erst bei Durst.
  • Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte sind geeignet.
  • Getränke über den Tag verteilen.
  • Bei Herz- oder Nierenerkrankungen die vom Arzt empfohlene Trinkmenge beachten.
  • Alkohol möglichst vermeiden, da er die Flüssigkeitsbilanz beeinträchtigen kann.

Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel:
Dunkler Urin – Trockener Mund – Schwindel – Verwirrtheit – Kopfschmerzen


2. Wohnung kühl halten

  • Früh morgens und nachts lüften.
  • Tagsüber Fenster geschlossen halten, wenn es draußen heißer ist als drinnen.
  • Rollläden, Vorhänge oder Jalousien schließen.
  • Elektrische Geräte nur bei Bedarf nutzen, da sie zusätzliche Wärme erzeugen.


3. Direkte Sonne meiden

  • Aufenthalte im Freien möglichst auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.
  • Zwischen etwa 11 und 18 Uhr möglichst im Schatten oder in Innenräumen bleiben.
  • Einen Sonnenhut oder eine Kappe tragen.
  • Sonnenschutzmittel verwenden.


4. Leichte Kleidung tragen

  • Helle, luftige Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen wählen.
  • Enge oder stark wärmespeichernde Kleidung vermeiden.
  • Bequeme, gut belüftete Schuhe tragen.


5. Körper kühlen

  • Kühle Fußbäder können angenehm sein.
  • Feuchte Waschlappen oder Kühlkompressen auf Nacken, Arme oder Beine legen.
  • Lauwarmes Duschen kann helfen; eiskaltes Wasser ist nicht immer angenehm und kann den Kreislauf belasten.


6. Ernährung anpassen

  • Mehrere kleine Mahlzeiten statt großer, schwerer Mahlzeiten.
  • Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt bevorzugen, z.B.: Wassermelone, Gurke, Tomate
  • Sehr fettige oder schwere Speisen reduzieren.


7. Medikamente im Blick behalten
Einige Medikamente können die Hitzeverträglichkeit beeinflussen, zum Beispiel:

  • Entwässerungsmittel (Diuretika)
  • Bestimmte Blutdruckmedikamente
  • Manche Psychopharmaka


Änderungen der Medikation sollten nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke erfolgen.

8. Auf Warnzeichen eines Hitzeschadens achten
Nachfolgende Beschwerden können auf eine schwere Hitzeerkrankung hinweisen. Sofort handeln und gegebenenfalls medizinische Hilfe suchen bei:

  •  Starker Schwäche
  •  Verwirrtheit
  •  Gleichgewichtsstörungen
  •  Übelkeit oder Erbrechen
  •  Sehr hoher Körpertemperatur
  •  Bewusstseinsstörungen


9. Soziale Kontakte nutzen

  • Täglich Kontakt zu Angehörigen, Nachbarn oder Freunden halten.
  • Alleinlebende Seniorinnen und Senioren sollten insbesondere während Hitzewellen regelmäßig nach ihrem Befinden gefragt werden.