Sabine Wagner feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

Sportlicher Kampfgeist prägte Alltag

Für Sabine Wagner begann der Weg bei der Gemeinde bereits am 1. August 1986 mit der Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Nach erfolgreichem Abschluss wurde sie 1989 in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen. „Mein erster Arbeitstag war schon super - sehr sonnig im alten Rathaus unter dem Dach“, erinnert sie sich heute schmunzelnd.

Weggefährten seit der Schulzeit
Bürgermeister Uwe Jäger und Sabine Wagner verbindet dabei eine besondere Geschichte: Beide kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Grundschulzeit, wohnten damals in unmittelbarer Nachbarschaft. Auch Tanja Hammer blickt auf viele gemeinsame Berufsjahre zurück. Gemeinsam erinnerten sie sich an die Anfangszeit im Rathaus, als Erfassungen noch mit überdimensional großen Buchungsmaschinen und Karteikarten erledigt wurden und die sich über mehrere Etagen verteilten Kolleginnen und Kollegen auf ganz eigene Weise zur Frühstückspause verabredeten - etwa durch das geräuschvolle Streichen eines Aschenbechers über den Heizkörper.

Allrounderin in vielen Bereichen
Während ihrer langjährigen Tätigkeit hat Sabine Wagner zahlreiche Aufgabenbereiche kennengelernt. Nach ihrem Einstieg in der Kämmerei und dem Steueramt absolvierte sie berufsbegleitend erfolgreich die Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin. Später war sie unter anderem in der Jugendpflege tätig und wechselte anschließend in den Bereich Zentrale Dienste beziehungsweise Innere Verwaltung. Dort gehören heute insbesondere das Archiv, die Vergabestelle und die Fuhrparkverwaltung zu ihrem Aufgabengebiet. Darüber hinaus war sie mehrere Jahre als Standesbeamtin bestellt. Rückblickend sagt sie über diese Zeit: „Diese Aufgabe hat mich fachlich sehr gefordert. Der Bereich ist mit seinen Regularien sehr umfangreich, aber die Begleitung von Trauungen war natürlich auch etwas ganz Besonderes.“

Sportlicher Kampfgeist prägte Alltag
Ein einschneidendes Ereignis in ihrem Leben war ein schwerer Verkehrsunfall im Jahr 1996, der eine Unterschenkelamputation zur Folge hatte. Mit bemerkenswerter Entschlossenheit fand Sabine Wagner sowohl beruflich als auch sportlich ihren Weg zurück. Die ehemalige Leistungssportlerin im Kunstturnen und ambitionierte Triathletin reduzierte zeitweise ihre Arbeitszeit, um sich intensiv auf die Paralympischen Spiele vorzubereiten. Sie nahm an den Paralympics in Sydney (2000) und Athen (2004) teil und verpasste dort eine Goldmedaille nur denkbar knapp um fünf Hundertstelsekunden. Ihre sportlichen Erfolge wurden damals auch im Rathaus mit großer Begeisterung verfolgt und später gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern gefeiert.

Hohe Fachkompetenz und Einsatzwille 
Nach der Geburt ihrer Tochter Melina kehrte Sabine Wagner in den Dienst der Gemeinde zurück und stellte sich neuen beruflichen Herausforderungen. Ihre Bereitschaft, sich immer wieder in neue Aufgabenfelder einzuarbeiten, ihre Fachkompetenz und ihre Hilfsbereitschaft zeichnen sie bis heute aus. Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit engagiert sie sich außerdem als Schwerbehinderten-, Inklusions- und Frauenbeauftragte und setzt sich mit großem Einsatz für die Belange anderer ein.

Zukunftsperspektive

Auch die Arbeit der Geschichtswerkstatt verfolgt Sabine Wagner inzwischen mit großem Interesse. Das begründet sich nicht nur darin, dass ihr damaliger Kunstturn-Trainer Walter Pfaffe hier aktiv mitwirkt, sondern sie sich die Beschäftigung mit der Geschichte Lohfeldens durchaus auch für die Zeit nach ihrem aktiven Berufsleben vorstellen könnte. 

Danke für das Engagement
Zum Abschluss der Feierstunde überreichte Bürgermeister Uwe Jäger der Jubilarin eine Urkunde, einen Blumenstrauß sowie ein Präsent des Kollegenkreises. Verbunden damit sprach er seinen herzlichen Dank für vier Jahrzehnte engagierte Tätigkeit im Dienst der Gemeinde Lohfelden aus und wünschte Sabine Wagner für die kommenden Jahre weiterhin Gesundheit, Freude an ihrer Arbeit und alles Gute.