Energiespartipp: Fenster und Türen abdichten

Undichte Fenster und Türen

Wenn Sie ältere Fenster oder Türen haben, die möglicherweise nicht mehr dicht schließen, können Sie die Dichtheit prüfen, indem Sie einen Papierstreifen nacheinander an den verschiedenen Stellen des Fensterrahmens durch Schließen des Fensters einklemmen. Wenn Sie dann diesen Streifen heraus ziehen können, schließt das Fenster, oder die Tür nicht mehr dicht.

Ist es dann nicht Ihre Absicht, Fenster oder Tür durch ein neues gut isolierendes Bauteil zu ersetzen, können Sie wenigstens die Zugerscheinungen beseitigen. Dafür gibt es die bekannten selbstklebenden Streifen in verschiedenen Stärken. Diese Lösung hat den Nachteil, dass der Spalt an verschiedenen Stellen des Bauteils unterschiedlich stark ist und der eingeklebte Streifen an einer Stelle zu stark und an anderer Stelle zu schwach sein kann.

Eine Lösung für dieses Problem, die sich sehr gut anpasst, funktioniert so: Der Fensterfalz wird bei geöffnetem Fenster gut gereinigt, dann mit eine dickeren Raupe aus Silikon abgespritzt. Diese Silikonraupe wird dann mit einem Streifen Folie abgedeckt und das Fenster geschlossen. Das noch weiche Silikon füllt nun passgenau den Schlitz des Bauteils aus. Nach dem Aushärten des Silikons wird das Fenster geöffnet, die Folie abgezogen und überstehende Ränder mit einem sehr scharfen Messer abgeschnitten.

Mit dieser einfachen Methode können Sie in Selbsthilfe die Undichtigkeiten Ihrer Wohnung beseitigen und damit Energie sparen.

Doch Achtung!  Wenn Sie neue dichte Fenster haben, oder auf diese Weise Ihre Fenster abdichten, wird es wichtig, gezielt und ausreichend zu lüften, um die Feuchte den CO2 Gehalt in den Wohnräumen zu reduzieren. Dazu braucht es preiswerte Messgeräte, um die Luftfeuchte und den CO2 Gehalt der Wohnraumluft zu kontrollieren. Von so einem Gerät (ca.50 €), das zu ausreichendem und zu nicht übertriebenen Lüften verhilft,  haben wir schon in einem früheren Beitrag berichtet.

Dies ist eine Veröffentlichung aus der Reihe "Der Arbeitskreis Energie (AkE) im Klimaschutzbeirat informiert"

Wir wissen inzwischen, was uns durch die Klimaveränderung droht: Gesundheitsgefährdende Hitzeperioden, Waldbrände, Trockenheit auf Feldern und in Gärten, stark steigende Energie- und Lebensmittelpreise, sterbende Bäume / Wälder und Überflutungen bei Unwettern. Die materiellen Schäden, die durch den Klimawandel entstehen werden, sind weit, weit größer, als die Kosten, die wir aufwenden müssten, um den Klimawandel zu verhindern.

Wenn Sie oder Bekannte in Lohfelden fortschrittliche Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen haben oder planen, lassen Sie uns das bitte wissen. Von solchen vorbildlichen Initiativen möchte der Arbeitskreis Energie gerne im Blickpunkt Lohfelden als Anregung und Beispiel für Andere berichten.

Nachfragen und Hinweise zu dieser Aktion an:  henner@groeschner.de  05608 3838